Über mich

Ich bin Gestalttherapeutin, zertifizierte Feministische Coachin®, promovierte Gesundheitspsychologin und Medizinanthropologin.

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Menschen leben, mit Herausforderungen umgehen und wie ihre Gesundheit durch persönliche, soziale und gesellschaftliche Bedingungen geprägt wird. Als Wissenschaftlerin habe ich international zu Gesundheit, Ungleichheit und den Erfahrungen von Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen geforscht.

Die wissenschaftliche Arbeit hat meinen Blick auf Menschen und ihre Lebensbedingungen wesentlich geprägt. Gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, nicht nur über die Erfahrungen von Menschen zu forschen, sondern ihnen auch im unmittelbaren, persönlichen Kontakt zu begegnen. Dieser Wunsch hat mich zur Gestalttherapie geführt.

Heute verbinde ich meine wissenschaftliche Erfahrung mit meiner gestalttherapeutischen Arbeit und einer feministischen Perspektive.

Ausbildung und beruflicher Hintergrund

  • Promotion in Gesundheitspsychologie und langjährige internationale Forschungstätigkeit, unter anderem am University College London

  • Abgeschlossene vierjährige Ausbildung in Gestalttherapie am IGW Würzburg

  • Zertifizierte Feministische Coachin®, Feministische Coaching Akademie, Berlin

  • Zweijährige Ausbildung im Somatic Performance Program bei Gary Hoffman Soto

  • Beginnende Weiterbildung in Esalen Massage und Körperarbeit

  • Fortlaufende vertiefende Ausbildung und Praxis in Relational Gestalt Practice (RGP) mit Dorothy Charles in Kalifornien

  • Director (Mitglied des Board of Directors) der RGP Foundation, Watsonville, USA

  • Mitglied der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG)

‘Don’t push the river. It flows by itself.’

Barry Stevens

Was ist das Besondere an der Gestalttherapie?

Gestalttherapie gehört zu den humanistischen Psychotherapieverfahren. Ihr liegt die Vorstellung zugrunde, dass Menschen sich nicht unabhängig von ihrer Umwelt entwickeln, sondern immer in Beziehung zu anderen stehen.

Ein zentraler Gedanke ist die Bewusstheit (Awareness). Dabei geht es darum, das eigene Erleben besser kennenzulernen und zu erkennen, wie frühere Erfahrungen, vertraute Muster und gegenwärtige Lebensbedingungen unser Handeln beeinflussen. Diese Bewusstheit kann dazu beitragen, die eigenen Handlungs- und Wahlmöglichkeiten zu erweitern.

Gestalttherapie verfolgt dabei kein vorgegebenes Ideal davon, wie ein Mensch sein sollte. Es geht nicht um Selbstoptimierung oder darum, ein vermeintlich richtiges Verhalten zu erlernen, sondern darum, sich selbst besser zu verstehen und eigene Entwicklungsmöglichkeiten zu entdecken.

Beziehung und Kontakt

Ein wesentliches Fundament meiner Arbeit ist die Beziehung zwischen Menschen. Der Philosoph Martin Buber beschreibt diesen Gedanken mit dem Satz: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“

Das bedeutet für mich, dass wir uns selbst nicht allein durch Nachdenken kennenlernen, sondern auch durch die Begegnung mit anderen. Beziehung ist dabei mehr als ein Rahmen für persönliche Entwicklung. Sie ist selbst ein Ort, an dem wir uns erfahren und verändern können.

Dabei ist mir Attunement, also das feinfühlige Einstimmen auf mein Gegenüber, besonders wichtig. Ich achte darauf, was ausgesprochen wird, aber auch darauf, was sich im Kontakt zeigt, ohne vorschnell zu deuten oder zu bewerten.

Persönliches

Ich lebe in einem alten Bauernhaus in der Rhön, zwischen Fulda und Bad Hersfeld. Neben meiner Arbeit beschäftige ich mich leidenschaftlich gerne mit Textilkunst, insbesondere dem Färben mit natürlichen Materialien. Ich liebe gutes Essen, Bewegung, meinen Garten und lange Spaziergänge mit meiner Hündin Alma.